Pausa en Oyón

14.09.2026 bis 16.09.2026 | United

In Oyón haben wir uns nach den Strapazen der letzten Tage erholt, Wäsche und Fahrräder gewaschen, die brüchigen Lippen von der trockenen Andenluft repariert und nette Gespräche mit Einheimischen geführt. Ansonsten Café getrunken und andere Bikepacker*innen aus Kanada, Neuseeland, Spanien, Irland und Argentinien (wieder) getroffen, darunter auch Felix.

Conexión Oyón

08.09.2026 bis 13.09.2026 | I schick mei Radl ham

Die Conexion Oyón ist eine Route, die Huaraz und Oyón über einen Gletscher (Pastouri), einsame Täler, Pässe und kleine Dörfer verbindet. Schwer beeindruckt von der Anpassungsfähigkeit von Mensch und Tier kamen wir 5 Tage, 300 km und ca. 5.000 hm später mit unseren Drahteseln in Oyón, einer kleinen Stadt auf ca. 3.600 m an.

Tag 1 von Huaraz bis Gletscher Pastoruri auf 5.020 m und kurze Wanderung zum Gletscher, Abfahrt am Rad gemeinsam mit Felix in Nebel und Schneeregen nach Huallanca. Felix hat bei der Abfahrt Probleme mit seinem Freilauf bekommen, weshalb er uns in Huallanca wieder verlassen hat und mit dem Bus zurück zur nächsten Radwerkstatt nach Huaraz gefahren ist.

Tag 2 von Huallanca bis Oscar’s Bauernhof/Finca (Camp 1 neben Scheune auf 4.200 m), gmiadlich & dann doch starker Regen in der Nacht

Tag 3 von Camp 1 über den Pass Cuncush auf 4.520 m bis Queropalca auf 3.850 m inklusive einem 7 Kilometer hike-a-bike Abschnitt, der uns die Nerven raubte, ‘i schick mei Radl ham’, ‘des is mei letzte Radlfahrt da’. Die dunklen Wolken über dem langen Plateau, durch das wir mussten, haben die Situation auch nicht gerade aufgelockert. Aber jemand hat unser Jammern gehört und uns Hilfe aus der Hundewelt geschickt. Unser lieber Perrito hat uns den restlichen Weg durch das Plateau begleitet und uns die besten Wege durch die Kuhweiden und tolle Landschaft gezeigt, und das nur für ein bisschen Krauli. Er hat uns dann nach dem Pass ins Tal hinunter auch noch 10 km begleitet, bis eine Huayhuash-Wandergruppe interessanter wurde. Die schöne Abfahrt hat wiedermal alle Anstrengung von zuvor vergessen lassen.

Tag 4 Von Queropalca bis Antacolpa auf 3.900 m über die Dörfer Santa Rosa und Paracsha. Ein schöner Abschnitt, doch die letzten 400 hm haben wir aufgrund aufkommender Regenwolken leider auch wieder in schnellerem Tempo machen müssen.

Tag 5 Ein kurzer Tag von Antacolpa bis Antacallanca auf 4.100 m, wo wir auch den Nachmittag mit den Kids, Hunden, Schafen, Schweinen und Pferden vom Dorf verbracht haben und unser Zelt im Gemeindehaus aufschlagen durften: die Regenzeit scheint leider schon etwas früher anzukommen, wohl auch aufgrund der Wetteranomalie el Niño.

Tag 6 von Antacallanca über das eindrucksvolle Minengebiet Raura und eine wunderschöne Gletscherlandschaft bis Oyón auf 3.600 m

Pausa en Huaraz

04.09.26 bis 07.09.26 | Relajate

4 Tage Pause in Huaraz waren zwingend notwendig, um Geist und Seele zu regenerieren und unsere eingezogenen Bankomatkarten wieder zu bekommen. Ein Stromausfall während unserer Behebung legte die Bankomaten lahm und ließ uns ein paar Tage ohne Bankomatkarten zurück, was uns aber keine großen Umstände machte. Im El Tambo Hostal hatten wir eine sehr schöne Zeit, da wir hier auch einige andere Radreisende kennenlernten.

Unten ein paar kleine Eindrücke aus Huaraz.

Circuito Huascarán

28.08.2026 bis 03.09.2026 | Wia fü Höhenmeter sans nu?

Der Circuito Huascarán (6.768 m) ist eine Umrundung des höchsten Berg Perus in der Cordillera Blanca. Die Umrundung umfasst ca. 230 km und 6.000 Höhenmeter.

Tag 1 von Yungay auf 2.458 m zu Camp 1 auf ca. 3.300 m

Tag 2 von Camp 1 zu Camp 2 auf ca. 4.000 m

Tag 3 von Camp 2 über unseren ersten Pass Portachuelo de Llanganuco auf 4.767 m nach Yanama auf 3.375 m

Tag 4 Yanama – Day off

Tag 5 von Yanama nach Chacas auf 3.360 m

Tag 6 von Chacas zu Camp 3 auf ca. 4.300 m

Tag 7 von Camp 3 über den zweiten Pass Punta Olimpica (Tunnel) auf 4.736 m nach Carhuaz auf ca. 2.600 m

Die Tour war sehr schön, aber auch sehr anstrengend mit 30-35 kg Fahrrad, „washboard“ Straßen, Hitze und Höhe. Zu den Highlights gehören (wiedermal) das Ceviche in Chacas, der >Partyvibe< in Yanama, die anderen Bikepacker aus Frankreich, Jamaica, Deutschland und Australien und die guten Soßen. 😎

Jetzt gönnen wir uns wieder ein paar Tage Pause in Huaraz.

La Cordillera Blanca
Abfahrt Punto Olimpica

Yanama

Yungay

26.08.2026 bis 28.08.2026 | Baila conmigo

Magenprobleme und Besichtigung einer verschütteten Stadt.

Yungay (Quechua für warmes Tal) hat eine traurige Geschichte zu erzählen. Die damals 19.000 Einwohner:innenstadt wurde 1970 durch ein Erdbeben und einen daraus resultierenden Bergsturz komplett verschüttet, wobei nur wenige Menschen überlebten. Das ehemalige Stadtgebiet wurde als Campo Santo (Friedhof, Heiligtum) erklärt und wird von den Einwohner:innen im neuen Yungay und Interessierten besucht. Im Campo Santo wurden wir von einer Familie zum Tanz aufgefordert. 🙂

Huaraz

18.08.26 bis 25.08.2026 | Hola Gringo

Huaraz is a klane Metropole der Anden mit Doggos, Motos & Pollos.

Gelegen auf 3.052 m haben wir uns hier auf die bevorstehende Umrundung des Huascaràn vorbereitet und akklimatisiert – sowie auch unsere Mägen stabilisiert. 😉

Mit den Collectivos sind wir zum Startpunkt der Wanderung zur Laguna Churup gekommen. Die Bewegung auf der Höhe war anfangs sehr herausfordernd. Die zusätzliche Anstrengung hat sich dennoch schnell gelegt; die Coca-Blätter von einem netten Mitwanderer haben dabei wahrscheinlich gut geholfen.

Unsere Unterkunft hat uns auch einen Netflix-Account auferlegt, die Abende waren damit entsprechend heimelig.

Lima

15.8.2026 bis 18.08.2026 | Yo soy diferente

Lima ist ein kulinarisches Juwel, angeblich. Ceviche hat uns überzeugt. Am meisten hängen geblieben sind allerdings die Gespräche mit Doris & Julian in Barranco, die am liebsten eine Finca am Land hätten. Oder Wilmer, der sich anders als die meisten Limeñ@s fühlt und neben seinem Kettenverkauf an der Promenade in Miraflores über Geschichte, Sprachen und was ihm in den Sinn kommt weiterbildet; dafür nutzt er YouTube. Eindrucksvoll ist die kaum endenwollende Größe der Stadt, die sich nach den Zentren vor allem aus (etablierten) informellen Siedlungen zusammensetzt.