Carreteras, ferris y teleféricos

26.09.2026 bis 07.10.2026 | von Cusco, Peru, über den Titicacasee nach La Paz, Bolivien

Tag 1. Von Cusco bis Urcos. Wir starten an einem Samstag, um aus Cusco hinaus ein bisschen ruhigeren Verkehr zu haben. Aus Cusco führte uns ein kilometerlanger, schöner Radhighway zwischen den Autostreifen. Um die Carretera (Autobahn) zu meiden, hatten wir danach auch Umwege und einen selbstverschuldeten hike-a-bike am Programm (mangelhafte Planung).

Tag 2. Früher Start in Urcos. Ein neuerlicher Versuch, die Autobahn zu vermeiden, brachte uns wieder in den Genuss, viel zu lange für 5 km entlang sehr steiniger Wege an den Zuggleisen zu fahren/heben/schieben. Die nächste Gelegenheit auf die Autostraße war fix. Dabei trafen wir Harper aus Australien wieder, den wir bereits in Cusco kennengelernt haben. Er war auch mit dem Fahrrad Richtung Puno unterwegs, allerdings auf dem direkten Weg über die Autostraße. Wir haben uns noch ein Mittagessen geteilt und nach etwa 50 km trennten sich unsere Wege wieder. So haben wir uns entschieden, wieder abseits der Carretera eine Route zu fahren – diesmal vielversprechend(er) an vier Seen und kleinen Dörfern entlang. Am Abend kamen wir bei unserer sehr idyllischen Unterkunft am Lago Ponacanchi an und genossen unsere klassischen Thunfisch-Limon-Nudeln am See.

Tag 3. Rosa Flamingos an wunderschöner Seenlandschaft. Wir hatten einen tollen Start durch freundliche Dörfer entlang der ersten beiden Seen, versuchten, den rosa Flamingos etwas näher zu kommen und waren für die asphaltierten Straßen (nicht selbstverständlich) sehr dankbar.

Der letzte Abschnitt war von dunklen Wolken bedeckt – eine besondere Atmosphäre, wenn sie nicht gerade bedrohlich sind. Nach ca. 90 km erreichten wir Layo, ein leicht chaotisches Dorf am See, in dem wir eine Hospedaje fanden. Es stellte sich raus, dass diese nachts als geheime Bar für Einheimische dient, entsprechend roch es extrem nach Alkohol uÄ. Anyway, nachdem für den nächsten Tag ein Gewitter angekündigt war und nochmal ein Anstieg auf 4.500 m bevorstand, wollten wir sowieso früh los. Also bald Gute Nacht.

Tag 4. Der frühe Esel. Um 5 Uhr läutete der Wecker; wir machten uns auf den Weg nach draußen, wo es bereits regnete und sehr dichter Hochnebel mit dem Boden verschmolz. Ein kurzes Frühstück und eine Diskussion, ob wir nicht doch morgen fahren sollten, endeten um 6 Uhr mit der Entscheidung, zu starten und umzukehren, falls es bis 8 Uhr nicht besser wird.

Im Flow des Pedalierens angekommen war Stehenbleiben kein Thema mehr, auch nicht als es weiter oben zu schneien begann. Gegen 9 Uhr riss der Himmel auch ein wenig auf und wir gaben richtig Gas. Viel früher als erwartet erreichten wir den höchsten Punkt des heutigen Tages auf ca. 4.500 m und wurden wiedermal mit einer sehr spektakulären Abfahrt belohnt: Die Andengräser leuchteten Neongelbgrün in der Sonne und die Wolken zerzausten sich. Es war psychedelisch ohne die dazu nötigen Substanzen.

Im nächsten Dorf angekommen gönnten wir uns ein Mittagessen, beantworteten die Fragen ein paar neugieriger Anwohner*innen und düsten weiter Richtung Ayaviri, wo sich unsere heutige Bleibe im Castello zwischen Gänsen und Lamas befand.

Tag 5. Weniger See, mehr Straße. Von Ayaviri Richtung Lampas ging es entlang der Carretera Longitudinal del Sur. Ausserdem gab es an diesem Tag für Max sein ersten Cuy (Meerschweinchen) zu essen.

In Lampas fanden wir eine kleine Hospedaje. Der Besitzer gab uns bei Nacht noch eine kleine Tour durch den Ort.

Tag 6. Auf nach Puno am Ticitacasee. Die Hotelreservierung direkt am Hauptplatz Puno’s lag noch 90 km und 600 HM vor uns, mit der Aussicht auf das nette Zimmer ließ sich dieses Ziel gut erreichen. Das letzte Stückerl allerdings war eine harter Kampf zwischen LKWs und Autos, da wir leider keine Schulter auf auf der Carrertera hatten, welche bergauf nach Puno führte. Als wir nach Puno und zum Titicacasee hinuntersahen war die Freude dafür umso schöner und größer.

Tag 7 OFF. Sachen machen in Puno. Entdeckung des Tages: Der Turm der Kathedrale, den man für 10 Soles (2,30 €) besteigen kann, war oben nicht durch ein Geländer geschützt. Boliven@s vertrauen auf Selbstverantwortung; wir sitzen lieber.

Tag 8. 120 selbstgebaute Inseln aus Schilf. Von Puno sind wir an diesem Tag sehr gemütlich gestartet, da wir noch einen Ausflug zu den Bewohner*innen der Uros Inseln machten; eine Lebensart, die es voraussichtlich nicht mehr lange geben wird. Die Einwohner*innen der Uros Inseln (Strohinseln) leben mit ihren Familien jeweils auf selbstgebauten bzw. künstlichen, schwimmenden Inseln auf dem Titicacasee, die sie selber aus dem Schilf vom See bauen und erhalten.

Nach Puno kamen wir nachmittags zurück und schafften es so noch bis zu einem Camp-Spot an einem Strand bei Titilaca am Titicacasee. Wir überredeten ein benachbartes Hotel, uns am nächsten Morgen Frühstück zu machen. Gemeinsam mit einer Schmusekatze im Vorzelt verlief die Nacht kühl und ruhig.

Tag 9. Auf ein letztes, Peru. Unsere Vorfreude auf La Paz nahm stetig zu, die Kraft unserer Beine stetig ab. Aber die Vorfreude auf den Grenzübergang nach Bolivien forcierte die letzten Reserven, sodass wir an diesem Tag bis zur Grenzstadt Yungayo ca. 110 km strampelten.

🇧🇴 BOLIVIEN 🇧🇴

Tag 10. Erste Ländergrenze mit dem Rad überquert. Der Grenzübergang war fast so schnell wie im Schengen-Raum, allerdings durften wir uns über einen weiteren Stempel in unserem Pass freuen. In Copacabana tranken wir einen kurzen Café mit schlechter Milch und trafen Lea und André aus der Schweiz, mit denen wir noch viele gemeinsame Momente teilen werden. Sie sind auch mit dem Fahrrad unterwegs, allerdings schon länger und weiter. Weiter gings über eine superschöne Route mit Blick auf die bolivianischen Alpen nach San Pedro, wo später auch Lea und André eintrafen.

Tag 11. Gemeinsam geht’s weiter. Sehr gut erholt von den besten Betten seit langem starteten wir heute gemeinsam mit Lea und André unseren Tag mit einer Fähre über den Titicacasee auf “traditionelle” Art. La Paz war nicht mehr weit.

Ein Zwischenstopp in Batallas war allerdings noch notwendig, haben wir uns doch eine ziemlich lange Mittagspause mit Picknick am See gegönnt. Im Alojamiento hatten wir eine skeptische Dueña, die immer wieder durch das Fenster ins Zimmer spickte. Dabei haben wir ja nur am Boden Gemüse für die Wraps geschnitten, den Benzinkocher packten wir eh nicht aus.

Tag 12. Von Batallas nach La Paz ☮️

Es waren noch ca. 50 km nach La Paz. Das Ankommen in El Alto war verkehrstechnisch dicht und etwas chaotisch, aber eine der eindrucksvollsten Einfahrten in eine Stadt, die wir bisher hatten. Vor allem die Telefericos (Doppelmayr 😉 mit CWS Construction), mit denen wir in die Stadt einflogen, waren unglaublich eindrucksvoll und zeigten das enorme Ausmaß der Stadt La Paz auf 3.500 bis 4.000 m über dem Meeresspiegel.

Nach 12 Tagen fast durchgehend am Sattel freuten wir uns sehr, unsere Hintern für ein paar Tage entlasten zu können.

Cusco y Machu Picchu

21.09.2026 bis 25.09.2026 | Amaru und Pachamama

In Cusco haben wir im Hostel Chelito’s Backpacker übernachtet, was sich als Bike Packer Hotspot herausstellte. Den ersten Abend verbrachten wir mit den anderen Radreisenden aus Frankreich, Belgien, Australien, Deutschland, Kanada und USA bei ein paar gemeinsamen Cuzqueñas (das beste Bier in Peru – glauben wir) und Ananaskuchen. So manch einer war auch schon seit drei Jahren um die ganze Welt mit dem Fahrrad unterwegs.

In Cusco haben wir uns entspannt, Kaffee und viele Fruchtsäfte konsumiert, bisschen geshoppt, aber nur leichte kleine Sachen wegen Gewicht am Fahrrad und so. Die Reste der Inka-Architektur bzw. die Fundamente auf denen die Spanier gebaut hatten waren auch beeindruckend. Und wir haben Kleidung gewaschen – das war bitter nötig. Ansonsten haben wir die Atmosphäre der Stadt genossen.

Machu Picchu

Von Cusco aus haben wir eine Busfahrt nach Hidroelectrico genommen, von dort aus kommt man nach einem 10 km Spaziergang nach Aguas Calientes, dem Ort, von dem aus Machu Picchu besucht werden kann. Die Busfahrt geht durch das heilige Tal und war alles andere als angenehm, sodass Kati schon ein Speibsackerl parat hatte.

Fotos und Texte können Machu Picchu unserer Meinung nach nicht beschreiben oder auch nur ansatzweise zeigen. Deshalb sollte jeder, der die Möglichkeit hat, Machu Picchu besuchen. Die Inkas bzw. deren Ruinen haben etwas sehr mystisches und auch spirituelles hinterlassen. Sie haben versucht Pachamama (Erde) zu verstehen und zu ehren.

Ein Künstler, den wir trafen – Maestro und Schamane aus Peru – hat uns eine Geschichte der Inka erzählt. Amaru, wie viele Menschen und Dinge in Peru heißen, bedeutet ‘Blitz’ in der Sprache der Inka (Quechua). Der Blitz kommt vom Himmel und trifft Mutter Erde. Dann kommt der Regen und gibt uns Wasser, womit die Samen befruchtet werden. So entsteht neues Leben und wir können davon leben. Der Blitz bedeutet Leben.

Für die Inka war die Klarheit des Wassers so schön, dass die Kanäle in Machu Picchu zum Teil mehr ästhetische als funktionale Bedeutung hatten.

Estación Lima II.

19.09.2026 bis 20.09.2026 | Vom Zentrum über die Distrikte Santa Beatriz und Lince nach La Victoria

Am Abend in Lima angekommen, mussten wir noch vom Busbahnhof mit unseren Rädern durch den Betondschungel zu unserem Hostal, was einfacher war als gedacht. Die Umgebung im District Lima war sehr belebt, dadurch war die Fahrt im Dunkeln auch ganz okay. Unser Zimmer war klein, für eine Nacht aber kein Problem.

Am nächsten Tag konnten mit einer ca. 1-stündigen Fahrradfahrt durch Lima Richtung Busbahnhof die Stadt nochmals bisschen besser kennenlernen. Am Anfang mussten wir noch durch hektischen Verkehr, danach machte die Fahrt richtig Spass, als uns unerwartet schöne und baulich getrennte Radwege beinahe bis an unser Ziel führten – fast wie am Wiener Ring-Radweg.

Am Bahnhof half Max noch den Beladern die Fahrräder zu verstauen, um Beschädigungen zu vermeiden, da vieles einfach in den Gepäckraum geschmissen wird. Im Bus war alles sehr relaxt und die knapp 24-stündige Fahrt in dem Luxusliner von Cruz del Sur mit gmiadlichen Halbbetten verlief sehr entspannt.

La Tortura y la Felizidad

17.09.2026 bis 19.09.2026 | Suerte Amig@s

Von Oyón ging es weiter Richtung Picoy. Picoy ist bekannt für seine heißen Quellen – die Vorfreude war gross.

Zuerst mussten noch hinauf zu einem der höchsten Punkte der Peru Divide, dem Abra Rapaz auf 4.961 m. Da wieder sehr dunkle Wolken über unsere Köpfe aufzogen und die meisten Gewitter nachmittags aufkommen, waren die 1.500 hm Anstieg zum Pass gegen Ende mehr stressig als entspannt. Ab ca. 4.500 m wurde auch die Luft immer dünner, was unserem Ziel, den Pass möglichst schnell zu passieren, entgegen stand. Kati wechselte mit ihren letzten Kräften bei den letzten 100 hm zwischen fahren und schieben. Zwei Pick-Ups, die in die andere Richtung unterwegs waren, wünschten uns ein nettes und kurzes “Suerte Amigo”, nachdem wir sie fragten, wie lange es noch nach oben dauert.

Endlich oben angekommen, blieb leider wenig Zeit fürs Freuen, da wir relativ schnell den dunklen Wolken bergab entkommen wollten. Der Weg nach unten war wunderschön und fühlte sich trotz der Waschbrettstrassen wie im Flug an, obwohl diese wieder länger als gedacht, etwa ca. 2-3 Stunden dauerte.

Nach dem langen Tag war unsere Ankunft bei den thermalen Quellen von Picoy umso schöner, wo wir auch den Spanier Alberto wieder trafen, den wir in Oyón kennengelernt haben – er will von Bogota bis Ushuaia in 8 Monaten durchgehend mit dem Fahrrad fahren. Den Abend feierten wir gemeinsam; in dem Moment der größte Luxus. Anschließend blieben wir einen weiteren Tag bei den Baños thermales, bevor wir die Entscheidung trafen, mit dem Bus weiter nach Cusco zu düsen, um der südlichen Grenze Perus etwas schneller näher zu kommen. Am selben Abend kamen unsere Bikepacking-Amig@s aus Neuseeland und Kanada auch nach und wir hatten noch einen Abend gemeinsam bei den heissen Bädern.

Somit fuhren wir am nächsten Tag bergab Richtung Churin, um von dort einen Bus nach Lima zu nehmen.

Pausa en Oyón

14.09.2026 bis 16.09.2026 | United

In Oyón haben wir uns nach den Strapazen der letzten Tage erholt, Wäsche und Fahrräder gewaschen, die brüchigen Lippen von der trockenen Andenluft repariert und nette Gespräche mit Einheimischen geführt. Ansonsten Café getrunken und andere Bikepacker*innen aus Kanada, Neuseeland, Spanien, Irland und Argentinien (wieder) getroffen, darunter auch Felix.

Conexión Oyón

08.09.2026 bis 13.09.2026 | I schick mei Radl ham

Die Conexion Oyón ist eine Route, die Huaraz und Oyón über einen Gletscher (Pastouri), einsame Täler, Pässe und kleine Dörfer verbindet. Schwer beeindruckt von der Anpassungsfähigkeit von Mensch und Tier kamen wir 5 Tage, 300 km und ca. 5.000 hm später mit unseren Drahteseln in Oyón, einer kleinen Stadt auf ca. 3.600 m an.

Tag 1 von Huaraz bis Gletscher Pastoruri auf 5.020 m und kurze Wanderung zum Gletscher, Abfahrt am Rad gemeinsam mit Felix in Nebel und Schneeregen nach Huallanca. Felix hat bei der Abfahrt Probleme mit seinem Freilauf bekommen, weshalb er uns in Huallanca wieder verlassen hat und mit dem Bus zurück zur nächsten Radwerkstatt nach Huaraz gefahren ist.

Tag 2 von Huallanca bis Oscar’s Bauernhof/Finca (Camp 1 neben Scheune auf 4.200 m), gmiadlich & dann doch starker Regen in der Nacht

Tag 3 von Camp 1 über den Pass Cuncush auf 4.520 m bis Queropalca auf 3.850 m inklusive einem 7 Kilometer hike-a-bike Abschnitt, der uns die Nerven raubte, ‘i schick mei Radl ham’, ‘des is mei letzte Radlfahrt da’. Die dunklen Wolken über dem langen Plateau, durch das wir mussten, haben die Situation auch nicht gerade aufgelockert. Aber jemand hat unser Jammern gehört und uns Hilfe aus der Hundewelt geschickt. Unser lieber Perrito hat uns den restlichen Weg durch das Plateau begleitet und uns die besten Wege durch die Kuhweiden und tolle Landschaft gezeigt, und das nur für ein bisschen Krauli. Er hat uns dann nach dem Pass ins Tal hinunter auch noch 10 km begleitet, bis eine Huayhuash-Wandergruppe interessanter wurde. Die schöne Abfahrt hat wiedermal alle Anstrengung von zuvor vergessen lassen.

Tag 4 Von Queropalca bis Antacolpa auf 3.900 m über die Dörfer Santa Rosa und Paracsha. Ein schöner Abschnitt, doch die letzten 400 hm haben wir aufgrund aufkommender Regenwolken leider auch wieder in schnellerem Tempo machen müssen.

Tag 5 Ein kurzer Tag von Antacolpa bis Antacallanca auf 4.100 m, wo wir auch den Nachmittag mit den Kids, Hunden, Schafen, Schweinen und Pferden vom Dorf verbracht haben und unser Zelt im Gemeindehaus aufschlagen durften: die Regenzeit scheint leider schon etwas früher anzukommen, wohl auch aufgrund der Wetteranomalie el Niño.

Tag 6 von Antacallanca über das eindrucksvolle Minengebiet Raura und eine wunderschöne Gletscherlandschaft bis Oyón auf 3.600 m

Pausa en Huaraz

04.09.26 bis 07.09.26 | Relajate

4 Tage Pause in Huaraz waren zwingend notwendig, um Geist und Seele zu regenerieren und unsere eingezogenen Bankomatkarten wieder zu bekommen. Ein Stromausfall während unserer Behebung legte die Bankomaten lahm und ließ uns ein paar Tage ohne Bankomatkarten zurück, was uns aber keine großen Umstände machte. Im El Tambo Hostal hatten wir eine sehr schöne Zeit, da wir hier auch einige andere Radreisende kennenlernten.

Unten ein paar kleine Eindrücke aus Huaraz.

Circuito Huascarán

28.08.2026 bis 03.09.2026 | Wia fü Höhenmeter sans nu?

Der Circuito Huascarán (6.768 m) ist eine Umrundung des höchsten Berg Perus in der Cordillera Blanca. Die Umrundung umfasst ca. 230 km und 6.000 Höhenmeter.

Tag 1 von Yungay auf 2.458 m zu Camp 1 auf ca. 3.300 m

Tag 2 von Camp 1 zu Camp 2 auf ca. 4.000 m

Tag 3 von Camp 2 über unseren ersten Pass Portachuelo de Llanganuco auf 4.767 m nach Yanama auf 3.375 m

Tag 4 Yanama – Day off

Tag 5 von Yanama nach Chacas auf 3.360 m

Tag 6 von Chacas zu Camp 3 auf ca. 4.300 m

Tag 7 von Camp 3 über den zweiten Pass Punta Olimpica (Tunnel) auf 4.736 m nach Carhuaz auf ca. 2.600 m

Die Tour war sehr schön, aber auch sehr anstrengend mit 30-35 kg Fahrrad, „washboard“ Straßen, Hitze und Höhe. Zu den Highlights gehören (wiedermal) das Ceviche in Chacas, der >Partyvibe< in Yanama, die anderen Bikepacker aus Frankreich, Jamaica, Deutschland und Australien und die guten Soßen. 😎

Jetzt gönnen wir uns wieder ein paar Tage Pause in Huaraz.

zurück nach Carhuaz

La Cordillera Blanca
Abfahrt Punto Olimpica

Yanama

Yungay

26.08.2026 bis 28.08.2026 | Baila conmigo Gringo

Magenprobleme und Besichtigung einer verschütteten Stadt.

Yungay (Quechua für warmes Tal) hat eine traurige Geschichte zu erzählen. Die damals 19.000 Einwohner:innenstadt wurde 1970 durch ein Erdbeben und einen daraus resultierenden Bergsturz komplett verschüttet, wobei nur wenige Menschen überlebten. Das ehemalige Stadtgebiet wurde als Campo Santo (Friedhof, Heiligtum) erklärt und wird von den Einwohner:innen im neuen Yungay und Interessierten besucht. Im Campo Santo wurden wir von einer Familie zum Tanz aufgefordert. 🙂

Huaraz

18.08.26 bis 25.08.2026 | Hola Gringo

Huaraz is a klane Metropole der Anden mit Doggos, Motos & Pollos.

Gelegen auf 3.052 m haben wir uns hier auf die bevorstehende Umrundung des Huascaràn vorbereitet und akklimatisiert – sowie auch unsere Mägen stabilisiert. 😉

Mit den Collectivos sind wir zum Startpunkt der Wanderung zur Laguna Churup gekommen. Die Bewegung auf der Höhe war anfangs sehr herausfordernd. Die zusätzliche Anstrengung hat sich dennoch schnell gelegt; die Coca-Blätter von einem netten Mitwanderer haben dabei wahrscheinlich gut geholfen.

Unsere Unterkunft hat uns auch einen Netflix-Account auferlegt, die Abende waren damit entsprechend heimelig.

Lima

15.8.2026 bis 18.08.2026 | Yo soy diferente

Lima ist ein kulinarisches Juwel, angeblich. Ceviche hat uns überzeugt. Am meisten hängen geblieben sind allerdings die Gespräche mit Doris & Julian in Barranco, die am liebsten eine Finca am Land hätten. Oder Wilmer, der sich anders als die meisten Limeñ@s fühlt und neben seinem Kettenverkauf an der Promenade in Miraflores über Geschichte, Sprachen und was ihm in den Sinn kommt weiterbildet; dafür nutzt er YouTube. Eindrucksvoll ist die kaum endenwollende Größe der Stadt, die sich nach den Zentren vor allem aus (etablierten) informellen Siedlungen zusammensetzt.